MareNet - ein elektronischer Informationsdienst für die Meeresforschung

Michael Hohlfeld, Thomas Severiens, Eberhard R. Hilf

Institute for Science Networking GbR
Ammerländer Heerstraße 121
26129 Oldenburg, Germany

Email: marenet@marenet.uni-oldenburg.de

 

Abstract

MareNet offers online services which enable marine scientists to keep in touch with the worldwide marine science community and to receive all specific information one may need. We report here on the present status of MareNet, describe its concept and development. We make use of modern methods of digital libraries and the management of scientific information. A detailed guidance of how to use MareNet, how to contribute, and how to improve the service is given.

Inhalt

Einleitung

Das Management wissenschaftlicher Fachinformationen hat zum Ziel, die für die aktuelle wissenschaftliche Forschung benötigten Informationen nutzbar bereitzustellen und auf Anfrage auch zu finden.
Im digitalen Zeitalter lassen sich Informationen in beliebigem Umfang und von weltweit verteilten Erzeugern ins Netz stellen. Das Internet ermöglicht so im Prinzip den Zugang zu allen Fachinformationen, die irgendwo irgendwann von irgendeinem Fachkollegen im World Wide Web ,,publiziert'' wurden. Diese Informationen können zum Beispiel auf dem Server eines Verlages, eines zentralen Preprint-Dienstes, eines Institutes oder auch direkt durch den Autor, zum Beispiel über seine persönliche Homepage, angeboten werden.
Das Auffinden und Herausfiltern der relevanten Informationen aus der inzwischen riesigen Informationsmenge des WWW stellt aber nicht nur den suchenden Wissenschaftler vor größere Schwierigkeiten. Die bekannten Suchmaschinen decken einen viel zu großen Suchraum ab, liefern folglich überwiegend irrelevante Antworten. Die fachrelevanten Informationen machen ja nur einen sehr kleinen Teil der gesamt im Netz verfügbaren Informationen aus.
Zur Lösung dieses Problems werden in der Wissenschaft seit einiger Zeit fachspezifische Suchmaschinen-Systeme entwickelt, bei denen der Suchraum so eingeschränkt ist, dass nur fachspezifische Informationen vorgehalten werden (möglichst alle, aber auch nur diese). Die fachliche Qualität wird durch die Beschränkung auf Informationen aus anerkannten Forschungseinrichtungen von diesen selbst mitbestimmt.
Beispiele für solche elektronischen Informationsdienste sind die seit Jahren erfolgreich betriebenen Dienste Math-Net (www.Math-Net.de) für die Mathematik und PhysNet (www.eps.org/PhysNet) für die Physik.

MareNet - Marine Research Institutions and Documents Worldwide - (marenet.uni-oldenburg.de/MareNet) ist ein neuer Informationsdienst dieser Art speziell für die Meeresforschung.

Dieser Dienst soll im Folgenden mit allen seinen Teildiensten detailliert beschrieben werden. Dabei wird auf das Konzept und die Entwicklung von MareNet eingegangen und eine umfangreiche Hilfestellung für die Nutzer des Dienstes gegeben.

Was bietet MareNet?

MareNet ist ein Internet-Dienst für Informationen, welche für die Meeresforschung und ihre verschiedenen Teildisziplinen relevant sind. Basis dieses Dienstes bilden die Informationsangebote auf den weltweit verteilten Servern anerkannter Meeresforschungseinrichtungen.
Der Service setzt sich aus mehreren sich ergänzenden Teildiensten zusammen:

MareInst
Mit dem Teildienst MareInst bietet MareNet eine auf dem HARVEST-System basierende Suchmaschine zur Suche von Informationen auf über 300 Servern weltweit verteilter Meeresforschungsinstitute, Fachbereichen an Hochschulen und anderer relevanter Institutionen. Diese sind mit einem entsprechenden Verweis auf ihre Homepage - nach Ländern und Städten geordnet - in mehreren Linklisten aufgeführt. Dies ermöglicht den direkten Zugang auf die Server der jeweiligen Institutionen.

MareDoc
Der Teildienst MareDoc bietet Verweise zu online verfügbaren wissenschaftlichen Dokumenten und Dokumentenquellen, wie Publikationslisten, Abstracts, Preprints, Jahres- und Forschungberichten, Lehr- und Lernmaterialien usw., welche von weltweit verteilten ,,Erzeugern'', d.h. von den in MareInst aufgeführten Institutionen und deren Wissenschaftlern, ins Netz gestellt wurden. Ergänzt wird dieser Service durch eine speziell abgestimmte Suchmaschine, welche neben der Volltextsuche auch die Suche nach Titeln und Autoren erlaubt, sofern die gesuchten Dokumente mit den entsprechenden bibliographisch beschreibenden Informationen (Metadaten) versehen sind.

Journals
Um den Raum der Dokumentenquellen zu vervollständigen, werden in einem weiteren Teildienst Verweise zu online verfügbaren und fachrelevanten Journalen, Magazinen und Newslettern verschiedener Verlage und Gesellschaften angeboten. Diese sind danach geordnet, ob sie frei zugänglich Volltexte, Zusammenfassungen von Artikeln oder nur Inhaltsverzeichnisse anbieten.

Dataservices
Der Zugang zu weltweit verteilten Datensammlungen wird durch die Auflistung fachrelevanter Datenbanken und Datenzentren sowie durch Verweise zu den offiziellen Homepages von nationalen und internationalen Projekten und Initiativen im Teildienst Dataservices erleichtert. Dort werden auch verschiedene Werkzeuge und Programme zur Bearbeitung von ozeanographischen Daten aufgelistet. Über ein eigenes Such-Interface kann nach Informationen auf den Servern der aufgeführten Dienste gesucht werden.

Jobs & Events
Der Dienst Jobs & Events listet verschiedene Server und Dienste auf, welche für Meeresforscher relevante Stellenmärkte sowie Informationen zu relevanten Konferenzen, Workshops und Sommerschulen anbieten.

Links to other Resources
Eine Reihe weiterer im World Wide Web verfügbarer Informationsdienste und Suchmaschinen zum Thema Meeresforschung und angrenzender Fachdisziplinen sind in diesem Teildienst zusammengefasst und mit einer kurzen Beschreibung aufgelistet.

Tools
Um im Netz angebotende Dokumente ohne viel Aufwand mit bibliographischen Informationen anzureichern und sie damit für Suchmaschinen besser auffindbar zu machen, werden unter dieser Rubrik verschiedene Werkzeuge angeboten. Über ein Webformular können zudem neue Links für den MareNet-Service vorgeschlagen und bestehende Einträge korrigiert oder aktualisiert werden.

MareNet und die Deutsche Gesellschaft für Meeresforschung (DGM)

MareNet, genauer dessen Teildienst MareInst - Marine Research Institutions Worldwide -, ist ursprünglich im Rahmen einer Kooperation mit dem Alfred Wegener Institut für Polar- und Meeresforschung entstanden. Ziel dieser Kooperation war die Entwicklung organisatorischer Mechanismen (workflow), technischer Infrastrukturen und geeigneter Software zum Management elektronischer Publikationen auf dem Institutsserver. MareInst wurde in diesem Zusammenhang als Portal zu anderen Meeresforschungseinrichtungen entwickelt.

Bisher wurde MareInst als Teil von PhysNet - The Worldwide Physics Departments and Documents Network - (www.eps.org/PhysNet) vom Institute for Science Networking an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg als Prototyp betrieben.

Im Herbst diesen Jahres wurde nun eine Kooperationsvereinbarung zwischen dem Institute for Science Networking und der Deutschen Gesellschaft für Meeresforschung (DGM) bezüglich des Betriebes und der Weiterentwicklung des MareInst-Dienstes getroffen.
Im Rahmen dieser Kooperation wurde als erster Schritt der Informationsdienst zu einem eigenständigen Service mit dem Namen MareNet ausgebaut, wobei der PhysNet-Service als Vorlage für das Konzept und den Aufbau diente.

Die Deutsche Gesellschaft für Meeresforschung übernimmt im Rahmen dieser Kooperation als die relevante Fachgesellschaft in Deutschland die Schirmherrschaft über den Service und stellt durch ihre aktive Mitwirkung sowie durch ihre fachliche Kontrolle die Qualität und Relevanz der angebotenen Informationen sicher.
Da dies auf Dauer nicht nur in der Verantwortung der DGM liegen kann, denn bei MareNet handelt es sich um einen globalen Service, liegt die Verbreitung des Dienstes durch entsprechende Information an weitere nationale und internationale Fachgesellschaften, ebenfalls im Aufgabenbereich der DGM. Diese Fachgesellschaften sollen durch eine entsprechende Kooperationsvereinbarung MareNet ,,beitreten'' und ihren Beitrag zu dem Informationsdienst aktiv leisten. Hierdurch wird das nachstehend beschriebene Gesamtkonzept von MareNet gewährleistet.

Das Konzept von MareNet

MareNet ist ein sogenannter verteilter Dienst, d.h. MareNet nutzt die Inhalte der weltweit verteilten Webserver der von den Fachgesellschaften anerkannten Meeresforschungsinstitute und Fachbereiche an Hochschulen als verteilte Datenbank. Durch diesen Ansatz werden die Nachteile herkömmlicher Suchmaschinen sowie zentraler Datenbanken und Volltextarchive (ein zu großer und nicht wissenschaftsspezifisch ausgelegter Suchraum, die Notwendigkeit großer Rechenanlagen etc.) vermieden und durch die Beschränkung auf die relevanten Forschungseinrichtungen die Qualität und Relevanz der angebotenen Information sichergestellt.

In vielen Bereichen werden zur Zeit, vor allem in den USA, zentrale Datenbanken personenbezogener Informationen angelegt, die es jedem erleichtern sollen, über eine jeweils angebotene Suchmaschine gezielt z. B. nach Fachkollegen zu suchen, die auf einem bestimmten Arbeitsgebiet arbeiten, an einem bestimmten Ort wohnen, einen bestimmten Namen haben oder gerade zu einem bestimmten Thema publiziert haben. Sowohl rechtlich wie technisch gibt es jedoch bei solchen Informationssystemen Probleme. So ist die Publikation personenbezogener Daten in den meisten europäischen Ländern verboten, auch dann, wenn die einzelnen Informationen öffentlich sind und der Besitzer will, dass sie verbreitet werden. Zentrale Datenbanken enthalten zudem unausweichlich viele veraltete Einträge, auch solche, die vom Urheber nicht mehr autorisiert würden. Eine Alternative hierzu bildet nun der Einsatz neuartiger verteilter Informationsdienste.

Dies wird auch von vielen wissenschaftlichen Fachgesellschaften in Deutschland so gesehen, die sich zu einer entsprechenden Initiative, der IuK-Initiative Information und Kommunikation der wissenschaftlichen Fachgesellschaften in Deutschland (www.iuk-initiative.org), zusammengefunden haben, um beim Aufbau elektronischer Informations- und Kommunikations-Infrastrukturen gemeinsam vorzugehen.
Nach Meinung der IuK-Initiative werden wissenschaftliche Informationen in Zukunft nicht nur von den traditionellen Anbietern, wie Verlagen, bereitgestellt, sondern in steigendem Maße von den Wissenschaftlern selbst. Damit wird das gegenwärtige, vornehmlich zentral organisierte elektronische Informationsangebot durch dezentral angebotene Informationen ergänzt und bereichert.

MareNet ist ein solches nutzergesteuertes, weil verteiltes IuK-System, welches sich an folgenden Leitlinien orientiert:

Die Dokumente, ob nun wissenschaftliche Publikationen oder beliebige HTML-Seiten, verbleiben, im Unterschied zu anderen Diensten beim Autor selbst, bzw. bei dessen Forschungsinstitut, Fachbereich oder Arbeitsgruppe. Die Erzeuger von Informationen behalten so die Kontrolle über ihre Dokumente und können z.B. Korrekturen vornehmen, Dokumente inhaltlich aktualisieren und das Copyright einzelner Dokumente beliebig setzen und verändern.

Durch entsprechende Vereinbarungen zur Kodierung bibliographischer Informationen (Metadaten) und dem offenen Austausch von Programmen (wie Eingabehilfen von Dokumenteninformationen) unter den Betreibern und Entwicklern verschiedener Informationsdienste werden einheitliche internationale Standards eingesetzt.
Das verteilte Informationsangebot von MareNet wird also nach weltweit einheitlichen Standards strukturiert und aufbereitet.

MareNet ist für alle Internet-Nutzer offen, einfach zu bedienen und kostenlos.

Ziel von MareNet ist es, einen stabilen, d.h. funktionierenden und lange zu nutzenden Dienst in Zusammenarbeit mit möglichst vielen nationalen und internationalen Fachgesellschaften anzubieten, welche auch die inhaltliche Verantwortung, beispielsweise für die Linklisten zu den Meeresforschungseinrichtungen ihrer Länder, übernehmen und somit für die Qualität des Dienstes verantwortlich sind.

Wie benutzt man MareNet?

Der Aufbau und die Nutzung von MareNet und seiner oben beschriebenen Teildienste ist einfach, im Wesentlichen selbsterklärend und ermöglicht daher jedem Nutzer den schnellen und unkomplizierten Einstieg in das System.

MareNet kann von jedem Rechner mit Internetanschluss benutzt werden. Der Service ist über die C.v.O. Universität Oldenburg unter marenet.uni-oldenburg.de/MareNet zu erreichen. MareNet ist für den Gebrauch mit dem Netscape Navigator 4.x bei einer Bildschirmauflösung von mindestens 800 x 600, einer mittleren Schriftgröße und mit aktiviertem Javascript optimiert, wurde aber mit anderen gebräuchlichen Internet-Browsern unter verschiedenen Betriebssystemen erfolgreich getestet. Die einzelnen Seiten des Dienstes wurden so konzipiert, dass sie schnell zu laden sind und einen guten Bedienungskomfort bieten.

Über die Button-Leiste am linken Rand bzw. über die Index-Leiste im Fuß jeder Seite können die oben beschriebenen Teildienste und Informationen zum MareNet-Service aufgerufen werden. Zudem kann die ,,MareNet-Quickbar'' verwendet werden, die als kleine Leiste im oberen Bereich des Anzeigefensters dauerhaft eingeblendet bleibt.
Nun kann durch die in den Teildiensten enthaltenden Linklisten ,,gesurft'' werden, d.h. per Mausklick die Homepages aufgerufen werden, auf denen man nach Informationen suchen möchte. Bei den Teildiensten MareInst und MareDoc erreicht man die Linklisten entweder durch das Klicken auf die Karte oder über die aufgeführte Liste der Länder unterhalb der Karte bzw. im jeweiligen Menü unterhalb des DGM-Logos. Alle externen Web-Seiten auf die von MareNet aus verwiesen wird, werden in einem neuen Browser-Fenster geöffnet, so dass MareNet im Hintergrund weiter zur Verfügung steht.

Die Teildienste MareInst, MareDoc und Dataservices bieten zusätzlich zu den Linklisten speziell abgestimmte Volltext-Suchmaschinen, mit denen man nach Informationen auf den Servern der aufgeführten Institutionen oder Dienste suchen kann. Diese Suchmaschinen basieren auf dem HARVEST-System, zu dem sich nähere Informationen z.B. über die MareNet-Homepage finden lassen.
Die Suchanfrage geschieht entweder durch die Angabe eines oder mehrerer Suchbegriffe, oder kann, im Falle von MareDoc, durch die Suche nach Autoren oder Dokumententiteln spezifiziert werden. Als Resultat liefert das System alle von ihm indizierten Web-Seiten, welche den angegebenen Suchbegriff enthalten, dies bisher allerdings ungewichtet.

Mitarbeit der Nutzer an MareNet

Ein verteiltes Informationssystem wie MareNet funktioniert nur dann sinnvoll, wenn die Homepages der Institutionen und der Wissenschaftler, auf denen z.B. Dokumente angeboten werden, bzw. diese Dokumente selbst, mit sogenannten Metadaten (maschinenlesbare bibliographische Daten) angereichert werden, damit Suchmaschinen die in ihnen enthaltenen Informationen erkennen und somit finden können. Diese Systeme sind daher auf die Unterstützung der Wissenschaftler angewiesen, die diese nutzen und die ihre Informationen im Netz anbieten.

Nun ist es nicht zumutbar, dass der einzelne Wissenschaftler sich mit der zugegeben doch recht komplexen Metasprache beschäftigt bzw. diese erst lernen muss, um sie zu benutzen. In anderen Informationsdiensten, wie z.B. PhysNet, wurden daher eine Reihe von Werkzeugen entwickelt und erfolgreich eingesetzt, welche durch einfach zu bedienende Webformulare die benötigten Informationen abfragen und dann die entsprechenden Metadaten nach dem internationalen Dublin-Core-Standard erzeugen.
So können z.B. mit dem Tool MyMetaMaker (www.physik.uni-oldenburg.de/EPS/mmm) Dokumente bequem und ohne viel Aufwand mit Metadaten angereichert werden, so dass sie durch Suchmaschinen besser und schneller aufzufinden sind und zudem eine differenzierte Suche, z.B. nach Autoren oder Titeln, ermöglicht wird. Für nicht Web-konforme Dateiformate werden sogenannte Shadow-Files oder Front-Pages erzeugt. Dies sind HTML-Dokumente, welche die Metadaten enthalten, diese Informationen sichtbar aufbereiten und auf das online verfügbare Dokument zum Herunterladen verweisen.

Für die Homepages von Institutionen und Wissenschaftler gibt es entsprechende Werkzeuge, welche z.Z. aber noch an die Bedürfnisse der Meeresforschung angepasst werden müssen. Sie werden in naher Zukunft über die MareNet-Homepage verfügbar sein.

Durch die Nutzung dieser Werkzeuge erhält der einzelne Wissenschaftler mit MareNet ein mit Metadaten angereichertes Informationssystem. Dieses ermöglicht ihm z.B. die differenzierte Suche nach Publikationen oder nach Forschungskollegen in einem speziellen Fachgebiet. Wissenschaftliche Fachgesellschaften können dieses System beispielsweise auch als verteilte Mitgliederkartei nutzen, wenn ihre Mitglieder ihre Hompages mit Metadaten entsprechend anreichern.

Die in MareNet verwendeten Suchmaschinen erreichen in der Regel eine Suchtiefe von 2, d.h. die gefundene Information befindet sich maximal zwei Mausklicks von dem in MareNet aufgeführten Link entfernt. Für die Institute und Fachbereiche an Hochschulen mit einem eigenen Server besteht die Möglichkeit, die Suchtiefe zu erhöhen und damit die Sichtbarkeit ihrer Einrichtung zu verbessern, indem sie einen eigenen Informationssammler (Gatherer) auf ihren Server betreiben. Wie dies im einzelnen funktioniert, kann über die MareNet-Homepage in Erfahrung gebracht werden.

Natürlich sind die in MareNet aufgeführten Linklisten nicht vollständig. Zudem ändern sich viele Links im Laufe der Zeit. MareNet bietet daher ein Webformular an, mit dem neue URLs sowie Änderungen und Korrekturen schnell und einfach mitgeteilt werden können.

Speziell für den Teildienst MareDoc ist es auf Dauer wichtig, dass die einzelnen Institutionen eine zentrale Webseite anlegen und pflegen, von der aus auf alle verfügbaren Dokumentenquellen der verschiedenen Arbeitsgruppen und Wissenschaftler ihrer Institution verwiesen wird. So kann die Stabilität des MareDoc-Dienstes gewährleistest werden, unabhängig von sich ändernden Verzeichnis- und Dateistrukturen auf den Servern der Institutionen.

Zusammenfassung und Aufgaben für die Zukunft

In dem hier vorgestellten elektronischen Informationsdienst MareNet finden moderne Methoden digitaler Bibliotheken und des Managements wissenschaftlicher Informationen Verwendung. Es ist ein verteiltes Informationssystem, welches die Informationsangebote der weltweit verteilten und von Fachgesellschaften anerkannten Meeresforschungseinrichtungen nutzt.

Um diesen Dienst auf Dauer unabhängig von technischen (und ,,finanziellen'') Störungen zu machen, ist es notwendig, auch die Pflege und Administration zu verteilen. Dazu sollen in Zukunft Kooperationen mit weiteren nationalen und internationalen Fachgesellschaften eingegangen und in den verschiedenen Ländern Partner z.B. für die Pflege von regionalen Linklisten gefunden werden.

Weltweit sollen Spiegel des MareNet-Dienstes aufgesetzt werden, um das System sicher vor Ausfällen zu machen. Angestrebt wird dabei mittelfristig je ein Spiegel pro Industrieland. Auf diese Weise wird auch ein schnellerer Zugang zu MareNet von jedem beliebigen Ort ermöglicht.

Weitere Informationen

In der Online-Version dieses Artikels unter marenet.uni-oldenburg.de/MareNet/publications/dgm_mitteilungen.html finden Sie zusätzlich eine Sammlung von Links und relevanter Literatur zum Thema Management wissenschaftlicher Information, welche laufend aktualisiert wird.